| Neue Entwicklungen: Biogas und LNG |
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Der Klimawandel und eine wachsende Nachfrage nach Energie auf dem Weltmarkt machen eine effiziente Nutzung von Energie und die Sicherung der künftigen Energieversorgung wichtiger denn je.
Die deutschen Erdgasversorger tragen umwelt- und klimapolitischen Aspekten Rechnung, in dem sie nachhaltige Energiekonzepte – die die Nutzung erneuerbarer Energien in Form von Biogas einschließen – entwickeln. Darüber hinaus investieren sie in fortschrittliche Techniken, zum Beispiel für den Import von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas – LNG), um eine rundum zuverlässige Versorgung deutscher Haushalte mit Erdgas auch in Zukunft gewährleisten zu können. Biogas: Energie von der Weide
Vor dem Hintergrund des Klimawandels werden derzeit Möglichkeiten einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Verwertung von Biomasse und in diesem Zusammenhang die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz diskutiert. Im Auftrag des Bundesverbands der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) legte das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie 2006 eine Studie zu den Perspektiven des Biogaseinsatzes vor. Ergebnis: Bis 2030 kann Biogas bis zu zehn Prozent, also 100 Milliarden Kilowattstunden, des jährlichen deutschen Gasverbrauches abdecken. Dabei ist Biogas auch hinsichtlich der Kosten im Vergleich zu anderen Bioenergien konkurrenzfähig. Durch die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und die Einspeisung in das Erdgasnetz lokaler Versorger kann Biogas flächendeckend genutzt werden. Schon heute planen zahlreiche Unternehmen Anlagen zur Erzeugung und Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz. Zudem speisen die ersten Unternehmen bereits Biogas in das Erdgasnetz ein. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung ihrer Kunden. LNG: eine fortschrittliche Technik, die die künftige Versorgung sichert Neben dem Thema Klimaschutz wird auch die künftige Versorgung Deutschlands mit Erdgas diskutiert. Heute erfolgt sie durch bis zu 5.000 Kilometer lange Pipelines. In Zukunft könnte jedoch LNG eine bedeutende Rolle spielen, denn die Kosten für die Verflüssigung sind spürbar gesunken und die Transportkapazitäten haben sich vervielfacht. Um Erdgas mit Tankschiffen zu transportieren, wird es bei minus 162°C verflüssigt. LNG besitzt nur etwa 1/600stel des Volumens von Erdgas im gasförmigen Zustand. Derzeit plant E.ON den Bau des ersten deutschen Anlandeterminals für verflüssigtes Erdgas. Auch RWE bereitet sich auf den Einstieg in den Markt für verflüssigtes Erdgas vor. Neue Transportwege eröffnen neue Bezugsquellen: Denkbar wäre beispielsweise der Import von LNG aus Katar, das mit dem North Field mit Reserven von 25 Billionen Kubikmetern Erdgas über das größte zusammenhängende Erdgasvorkommen der Welt verfügt. |


