| Erdgasversorgung: Sicherheit - weit über deutsche Grenzen hinaus |
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Hierzulande entscheiden sich immer mehr Menschen für Erdgas: Der Verbrauch in Deutschland ist von 16,8 Milliarden Kubikmetern im Jahr 1970 in der alten Bundesrepublik auf aktuell 85,9 Milliarden Kubikmeter pro Jahr gestiegen. Auch in Zukunft wird der Erdgasverbrauch in Deutschland weiter steigen. Dieses enorme Wachstum stellt hohe Anforderungen an die deutschen Erdgasversorger: Um ihre Kunden 365 Tage im Jahr rund um die Uhr sicher mit Erdgas versorgen zu können, müssen die Unternehmen den Erdgasbezug aus voneinander unabhängigen Förderquellen planen. So können sie – vor dem Hintergrund einer zunehmenden Energienachfrage am Weltmarkt – die Versorgung auch beim Wegfall eines Energielieferanten gewährleisten. Versorgungssicherheit ist in importabhängigen Ländern wie Deutschland – derzeit stammen etwa 85 Prozent des hier verbrauchten Erdgases aus dem Ausland – nicht selbstverständlich, sondern ein vordringliches Ziel der Erdgasversorgungsunternehmen. Nach Berechnungen von British Petrol liegen 73,4 Billionen Kubikmeter der weltweiten Erdgasreserven im Nahen Osten und 14,8 Billionen in Asien. In Nordamerika sind es ebenso wie in Mittel- und Südamerika jeweils ca. sieben Billionen Kubikmeter. 64,1 Billionen Kubikmeter der Erdgasvorkommen befinden sich in den GUS-Staaten sowie zu einem sehr geringen Teil auch in Westeuropa. Insgesamt reichen die weltweiten Erdgasreserven nach heutigen Erkenntnissen noch bis weit ins nächste Jahrhundert hinein. Auch wenn Erdgas derzeit ausreichend vorhanden ist, kann es nicht – etwa wie Kohle oder Öl – einfach und relativ kurzfristig importiert werden. Erdgas wird in den Produzentenländern unter teilweise extremen klimatischen Bedingungen im ewigen Eis Sibiriens oder der norwegischen Nordsee gefördert. Die bei Erschließung und Transport entstehenden Kosten sind immens und können nur von ausländischen Produzenten und Erdgasimporteuren gemeinsam getragen werden. Denn: Der Transport über lange Wege setzt eine aufwändige und kostenintensive Infrastruktur voraus. Und: Die Erschließung von Erdgasreserven erfordert hohe Investitionen – wie die 4,1 Milliarden Euro teure Erschließung des norwegischen Troll-Feldes zeigt. Diese Ausgaben kann kein Erdgasproduzent alleine tragen. Sie werden nicht nur durch eine enge technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, sondern ebenso durch langfristige Lieferverträge von bis zu 30 Jahren gewährleistet. Damit werden die Investitionen der Produzenten und deren unternehmerische Risiken abgesichert. Durch langfristige Verträge und das damit verbundene Eingehen einer Abnahmeverpflichtung garantieren deutsche Erdgasversorger die Versorgung ihrer Kunden: Es wird gewährleistet, dass sich die Produzentenländer auf dem global hart umkämpften Wettbewerbsmarkt nicht für andere Vertragspartner entscheiden. |


